Digitaler EURO – Wann wird es endlich konkret?

Digitaler Euro; EuroIn den letzten Monaten gab es zahlreiche Spekulationen, wie es um den Digitalen EURO steht. Die EZB rührt kräftig die Werbetrommeln. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht sie Artikel, in denen sie erklärt, wie wichtig der Digitale EURO für die EU ist und versucht uns diesen schmackhaft zu machen.

Um die Machbarkeit des Digitalen EUROs, sowie dessen Vor- und Nachteile sowohl auf technischer, rechtlicher und politischer Ebene beurteilen zu können, wurde bereits im Januar 2019 die Eurosystem High-Level Task Force on Central Bank Digital Currency gegründet. Die Taskforce soll eine Vorstudie liefern, auf deren Basis die EZB sowie politische Entscheidungsträger entscheiden werden, ob der Digitale EURO eingeführt wird oder nicht.

Aktuell ist die Task Force mit diversen Stakeholder Befragungen, intensiven Workshops mit internationalen Banken, Foren und (u.a. aufsichtsrechtlichen) Standardsetzern beschäftigt. Resultierend aus diesen Veranstaltungen dringen hin und wieder Informationen an die Öffentlichkeit, welche zu Spekulationen rund um den Digitalen EURO anregen. Im Folgenden ein paar interessante Beispiele:

  • Der Digitale EURO soll pro Konto/Person gedeckelt werden, da dieser aktiv als Zahlungsmittel und nicht als Anlagemöglichkeit genutzt werden soll.
  • Der Digitale EURO ist gleichzusetzen mit dem EURO, sodass keine „neue“ Währung eingeführt wird.
  • Der Einsatz der Blockchain-Technologie ermöglicht der EZB eine starke Transparenz der Transaktionen.

Inwieweit sich die publizierten Informationen bewahrheiten, wird sich zeigen, sobald die Vorstudie veröffentlicht wird. Aktuelle Pläne der EZB sehen vor, dass Mitte 2021 die finale Entscheidung über die Einführung des Digitalen EUROs fallen soll. Wenn dieser Zeitplan gehalten werden soll, müsste die Vorstudie bald abgeschlossen werden.

Wir, von der CURENTIS AG, sehen den Entwicklungen rund um den Digitalen EURO gespannt entgegen und halten Sie auf dem Laufenden.

Zum Autor:

Peter Ellebracht ist seit 2020 Senior Consultant der CURENTIS AG. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Zahlungsverkehr aus der Projektarbeit im Kreditkartenprocessing in denen er u.a. bei Themen wie Apple Pay und der Debit-Mastercard mitgewirkt hat.