Integrated Reporting Framework wird 2027 kommen

07. Januar 2021

Im November 2020 hat die Europäische Zentralbank eine Kosten-Nutzen-Analyse zur Einführung des integrierten Berichtsrahmen (Integrated Reporting Framework, IReF) gestartet. Die Umfrage fokussiert die staatlichen Anforderungen des IReF und soll Aufschluss hinsichtlich des letztendlich festzulegenden Ansatzes und des Implementierungszeitraums geben. Das IReF wurde vom Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) indiziert und zielt darauf ab, die national existierenden Meldepflichten zu harmonisieren und in einem einheitlichen Rahmen zu vereinfachen. Mit dieser länderübergreifenden Vereinheitlichung und der Integration von bestehenden Konzepten verfolgt die ESZB das Ziel, die Effizienz im Meldewesen und die Datenqualität der Kreditinstitute nachhaltig zu verbessern.

Aus den derzeitigen Gesprächen zwischen der Bankenaufsicht und der Finanzindustrie kristallisiert sich heraus, das AnaCredit als erste Meldung dem IReF unterliegen wird. Durch das Interesse der Institute den IReF in den kommenden Jahren umzusetzen, beabsichtigt die ESZB als Starttermin das Jahr 2027. Die EZB hat die Kosten-Nutzen-Analyse als Fragenkatalog an die Kreditinstitute versendet, die bis zum 12.02.2021 elektronisch in englischer Sprache einzureichen ist. Nach Auswertung der Analyse plant die ESZB den Entwurf einer Regulierung zum statistischen Meldewesen für Einlageninstitute gemäß des IReF zu veröffentlichen. Der Entwurf zum IReF soll öffentlich konsultiert werden, bevor die finale Version zur Verabschiedung vorgelegt wird. Die finale Version der IReF Vorschrift soll sämtliche existierenden EZB-Vorschriften zum statistischen Meldewesen ersetzen.