Kryptowährungen 2020 – neue regulatorische Anforderungen

2009 wurde mit dem Bitcoin der Grundstein für den Hype um Kryptowährungen gelegt. Bereits ein paar Monate später wurde die Kryptowährung als Zahlungsmittel eingesetzt. In den folgenden Jahren entwickelten sich viele Geschäftsmodelle rund um Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co.

Aus regulatorischer Sicht war lange unklar, wie solche Unternehmen zu bewerten sind. Zwar führten zahlreiche von ihnen bereits aus Eigeninteresse KYC-Überprüfungen durch, um sich vor Betrug zu schützen. In welchem Umfang allerdings Richtlinien und Gesetze des Finanzsektors für sie gelten, blieb noch lange ungeklärt. Doch nun ist eine eindeutigere Gesetzgebung vorhanden und eine Basis für die Regulierung von Kryptowährungen geschaffen worden.

Spätestens in diesem Jahr werden Börsen, die den Umtausch von Währungen wie Euro und US-Dollar in Kryptowährungen anbieten, zahlreiche zusätzliche Pflichten erfüllen müssen. So sind sie zum Beispiel in Zukunft verpflichtet KYC-Überprüfungen durchzuführen, die wirtschaftlich berechtigten Personen herauszufinden und die Geschäftsbeziehung kontinuierlich zu überwachen.

In Deutschland tätige Unternehmen, die für ihre Kunden Kryptowährungen verwahren, benötigen seit dem 1. Januar 2020 eine Erlaubnis der BaFin. Verwahrstellen, die bereits im Jahr 2019 tätig waren, können bis zum 31. März eine vorläufige Genehmigung erhalten. Diese ist bis zum 30. November gültig. Bis dahin muss eine ordentliche Lizenz beantragt werden. Das ergibt sich aus § 64y KWG.

Insbesondere für kleine Unternehmen und Banken ergeben sich auf dem deutschen Markt viele neue Herausforderungen und Möglichkeiten in den Bereichen Regulatorik und Anti-Financial Crime.

Die CURENTIS AG unterstützt bei der Bewältigung der regulatorischen Anforderungen und bietet darüber hinaus Inhouse-Seminare zur Fortbildung von Mitarbeitern an.